COVID-19 und Herzerkrankungen:
Was müssen betroffene Patienten beachten?

Bei Patienten mit Herzkreislauferkrankungen kann das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 erhöht sein. Viele Herzpatienten stellen sich daher die Frage, was sie in Zeiten von Corona beachten müssen, um sich vor dem Virus zu schützen.

Beitrag teilen

Zu beachten ist zu allererst: Fragen zur individuellen Therapie – vor allem in Zeiten des neuartigen Coronavirus – sollten immer an den behandelnden Arzt gerichtet werden. Grundsätzlich sollten Medikamente niemals eigenmächtig abgesetzt werden, denn das kann lebensgefährliche Folgen haben.
Viele Patienten mit akuten Herzerkrankungen machen sich derzeit Gedanken darüber, ob sie während der Corona-Pandemie auch gut behandelt werden und zögern, bei Beschwerden den Notfalldienst zu kontaktieren. Zum einen fürchten Sie, sich im Krankenhaus mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken. Zum anderen haben viele Patienten Bedenken, mit ihrer Behandlung möglicherweise medizinische Ressourcen zu belasten, die für COVID-19-Patienten benötigt werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) ruft Patienten dazu auf, bei akuten Herzbeschwerden, Atemnot oder Engegefühl im Brustbereich umgehend den Notruf 112 zu wählen. Auch wichtige Herz-Operationen dürfen nicht herausgezögert werden, da dies schwerwiegende Folgen mit sich ziehen kann. Die Versorgung von herzmedizinischen Notfällen in deutschen Krankenhäusern ist sichergestellt und erfolgt unter Beachtung der notwendigen Isolationsmaßnahmen von mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patientinnen und Patienten, so dass einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus vorgebeugt wird.

Die europäische Gesellschaft für Kardiologie (European Society of Cardiology, kurz: ESC) hat Fragen von Herzpatienten gesammelt und in Zusammenarbeit mit internationalen Fachleuten und medizinischen Fachgesellschaften beantwortet. Das nachfolgende FAQ fasst nützliche Empfehlungen, Informationen und Antworten für Herzpatienten im Hinblick auf COVID-19 zusammen.

Das COVID 19-FAQ

Herzerkrankungen

Nein – jeder kann infiziert werden. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, Symptome der Infektion oder einen schwereren Verlauf zu entwickeln, bei Menschen mit Herzerkrankungen höher. 

Bislang zeigen die meisten Infizierten Zeichen einer milden Infektion mit Halsreizung, Husten, Gliederschmerzen und Fieber, aber manche (bis zu 5%) entwickeln eine Lungenentzündung. Es ist nicht sicher, ob eine Lungenentzündung bei Menschen mit Herzerkrankungen im Falle einer COVID-19 mit höherer Wahrscheinlichkeit auftritt,
aber es ist damit zu rechnen, da dies häufiger bei anderen viralen Atemwegsinfektionen wie der Influenza auftritt.

Die Ursache für die Infektion ist für alle Menschen gleich. Das Virus wird über Tröpfcheninfektion durch Husten, Niesen oder Sprechen einer infizierten Person oder durch Berührung von kontaminierten Oberflächen verbreitet.

Sobald das Virus in den Körper eintritt, schädigt es die Lunge direkt und ruft eine Entzündungsreaktion hervor, die das Herzkreislaufsystem auf zweierlei Weise belastet. Zum einen sinkt durch die Infektion der Lunge der Sauerstoffspiegel im Blut, zum anderen senken die Entzündungsreaktionen den Blutdruck. In Folge dessen muss das Herz schneller und stärker arbeiten, um den Sauerstoffbedarf der großen Organsysteme zu decken. 

Besonders gefährdet sind folgende Patientengruppen: 

    • Immunsupprimierte, wie z.B. Patienten mit Organtransplantaten, Krebspatienten, die eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung erhalten, Patienten mit Leukämie oder Lymphomen, die zudem eine Herzerkrankung haben theoretisch das höchste Risiko eines schweren Verlaufes.

    • Hochbetagte und Gebrechliche sowie Schwangere mit begleitender Herzerkrankung zählen ebenfalls zur Hochrisikogruppe.

    • Menschen mit Herzinsuffizienz (Herzschwäche), Dilatativer Kardiomyopathie, fortgeschrittener Arrhythmogener Rechtsventrikulärer Kardiomyopathie und Patienten mit angeborenen zyanotischen Herzfehlern weisen das höchste Risiko auf.

    • Patienten mit obstruktiver Form der Hypertrophen Kardiomyopathie sollten ebenfalls zu dieser Höchstrisikogruppe gezählt werden.

      Es gibt keine Belege dafür, dass das Virus implantierte Devices, wie Schrittmachern oder Defibrillatoren, befällt oder bei Herzklappenpatienten eine Endokarditis auslöst.

Patienten mit Brugada-Syndrom können in Situationen mit hohem Fieber > 39 °C lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen entwickeln. Solche Patienten sollten Fieber aggressiv behandeln, z.B. mit Paracetamol oder mit physikalischen Maßnahmen (kalte/ lauwarme Wickel)

Vorhofflimmern selbst erhöht das Risiko einer Infektion nicht. Allerdings ist zu beachten, dass Patienten mit Vorhofflimmern häufig älter sind und andere Erkrankungen wie Herzschwäche, Bluthochdruck und Diabetes mellitus haben, die
einen schweren Verlauf im Falle einer Infektion wahrscheinlicher machen. Wir raten allen Patienten, die allgemeinen Schutzmaßnahmen, wie Kontaktminderung und regelmäßiges Händewaschen zur Vermeidung einer Infektion durchzuführen.

  • Aufgrund der Entzündungsreaktionen auf das Virus besteht ein theoretisches

    Risiko, dass bereits bestehende Ablagerungen in den Gefäßen einreißen und sich Blutgerinnsel in den Herzkranzgefäßen bilden, was zu einem Herzinfarkt führen kann. Patienten mit plötzlichen, starken Brustschmerzen sollten umgehend den Notruf 112 tätigen.

  • Schwere systemische Entzündungsreaktionen können Herzrhythmusstörungen verstärken oder Vorhofflimmern hervorrufen.

  • Die akute Entzündungsreaktion auf das Virus kann sowohl die Herz- als auch die Nierenfunktion beeinträchtigen.

    Allerdings lassen sich diese Probleme im Falle einer Infektion nicht vermeiden. Sie sollten daher die Empfehlungen zur Verhinderung einer Infektion wie körperliche Distanzierung, regelmäßiges Händewaschen etc. strikt befolgen.

Daten aus China, wo die Erkrankung erstmals auftrat, zeigen, dass eine bedeutsame Anzahl der Verstorbenen und derjenigen mit schweren Verläufen Begleiterkrankungen wie Diabetes Mellitus und Bluthochdruck hatten. Die exakte Ursache ist unklar. Es ist möglich, dass kein ursächlicher Zusammenhang besteht und die Häufigkeit dieser Erkrankungen in der besagten Hochrisikogruppe aufgrund des Alters (> 70 Jahre) ebenfalls höher ist.

Es gibt Veröffentlichungen, die diese Beobachtung auf die Einnahme von ACE-Hemmern (wie z.B. Ramipril) und AT1-Blockern (wie z.B. Valsartan), die häufig zur Behandlung des Bluthochdrucks eingesetzt werden, zurückführen.7 Es ist wichtig zu betonen, dass dies eine Theorie ist, für die keine wissenschaftlichen Belege existieren. Diverse medizinische Fachgesellschaften wie die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) und auch die DGK empfehlen die Fortführung der Einnahme dieser Medikamente aufgrund ihrer vorteilhaften Wirkung.

Es existieren keine Hinweise darauf, dass Patienten nach durchgemachter Myokarditis oder Perikarditis im Falle einer COVID-19 ein höheres Risiko aufweisen, diese zu entwickeln, obwohl bekannt ist, dass manche Fälle einer Myokarditis ein Wiederauftreten zeigen.

Bislang sehen wir, dass hohes Alter und das Vorhandensein von Begleiterkrankungen inklusive Herzerkrankungen Risikofaktoren für einen Tod durch COVID-19 sind. Es ist dennoch zu betonen, dass die meisten Patienten, auch solche mit Herzerkrankungen, milde Verläufe der Infektion zeigten und sich vollständig erholten.

Schutz

Grundsätzlich gilt: Halten Sie sich an die Anweisung Ihrer lokalen Gesundheitsbehörden.
Als Herzpatient ist Folgendes grundsätzlich wichtig:

    • Meiden Sie Erkrankte.
    • Halten Sie 2 Meter Abstand zu anderen Menschen.
    • Waschen Sie Ihre Hände mit Seife und warmem Wasser über mindestens 20 Sekunden.
    • Bedecken Sie Ihren Mund mit einem Textilstück, wenn Sie husten, oder husten Sie in Ihre Ellbeuge.
    • Vermeiden Sie, Ihre Augen, Ihre Nase und Ihren Mund zu berühren.
    • Säubern Sie oft genutzte Oberflächen wie Türklinken, Lichtschalter, etc. mit einem Desinfektionsmittel.
    • Bleiben Sie sooft und solange wie möglich zuhause, inklusive Arbeit von Zuhause.
    • Wenn Sie Fieber (> 37,8 °C), Husten oder einen Atemwegsinfekt haben, sollten Sie zuhause bleiben.
    • In manchen Ländern können striktere Anweisungen gelten.

Nein. Impfstoffe gegen Pneumokokken und Influenza schützen nicht gegen das neue Coronavirus.

Das Virus ist so neu und unterscheidet sich von anderen Viren derart, dass ein eigener Impfstoff benötigt wird. Wissenschaftler arbeiten an der Entwicklung, es ist jedoch unklar, wann ein Impfstoff verfügbar sein wird.

Obwohl die Pneumokokken- und Influenza-Impfung nicht vor dem neuen Coronavirus schützt, empfehlen die Gesundheitsorganisationen wie die WHO (World Health Organisation) die Durchführung, um sie vor den jeweiligen Erkrankungen zu schützen.

Die Weltgesundheitsorganisation befürwortet das Tragen von (nichtmedizinischen) Stoffmasken überall dort, wo es nicht möglich ist, einen ausreichenden Abstand zu halten, z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften oder in Menschenmengen.

Die WHO empfiehlt die Verwendung von medizinischen Gesichtsmasken für Menschen ab 60 Jahren oder für Menschen mit Vorerkrankungen (wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzkrankheiten).

Wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden und das Tragen einer Maske das Atmen erschwert, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Denken Sie daran, dass das Tragen von Masken mit anderen wichtigen Präventionsmaßnahmen kombiniert werden sollte.

Die Einnahme von Vitaminpräparaten schützt Sie nicht vor COVID-19.

Verschiedene Wirkstoffe (inklusive Vitamin C, Hydroxychloroquin, antivirale Wirkstoffe) werden derzeit getestet, aber es existieren noch keine belastbaren Daten über ihre Wirksamkeit.

Eine an frischem Gemüse und Früchten reiche Ernährung wird generell empfohlen, um Ihr Immunsystem zu stützen – nicht nur während der Pandemie. Frisches Gemüse und Früchte enthalten größere Breite an verschiedenen Nährstoffen als Vitaminpräparate. Daher
ist es immer günstiger, viel frisches Gemüse und Obst zu essen als zu versuchen, eine unausgewogene Ernährung durch Zusatzpräparate auszugleichen.

Allerdings ist zu erwähnen, dass es Patienten gibt, die einen Mangel an spezifischen Vitaminen oder (Mikro-)Nährstoffen aufweisen. In diesen Fällen wird Ihnen Ihr Arzt entsprechende Maßnahmen bzw. Präparate verordnen.

Wenn Sie Vitaminpräparate einnehmen, beachten Sie die maximale Tagesdosis. Manche Vitamine haben schädigende Auswirkungen bei Überdosierung und manche können ungünstige Wechselwirkungen mit Ihrer Herz-Medikation auslösen.

Bislang gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg für die Übertagung des neuen Coronavirus von Haustieren wie Katzen und Hunde auf den Menschen.

Das wissen wir noch nicht. Die aktuelle Forschung zeigt, dass die meisten Menschen, die COVID-19 gehabt haben, Antikörper gegen das Virus im Blut aufweisen. Es gibt jedoch Beispiele für Viren wie Grippe, mit denen man mehr als einmal infiziert werden kann, weil sie sich im Laufe der Zeit verändern. Ob dies auch bei COVID-19 der Fall sein könnte, werden wir noch eine Weile nicht mit Sicherheit wissen.

Daher sollten Sie sich auch dann weiterhin schützen, wenn Sie bereits eine COVID-19- Infektion hatten und genesen sind.

Medikamente

Nein, das Absetzen oder Ändern Ihrer Medikation kann Ihre Herzerkrankung verschlechtern. Diese Medikamente dienen dazu, Ihre Herzschwäche zu stabilisieren, Ihren Blutdruck zu kontrollieren oder einen Herzinfarkt bzw. Schlaganfall zu verhindern. Grundsätzlich gilt: Jede Änderung ihrer Medikation, die nicht von ihrem behandelnden Arzt empfohlen wurde, erhöht das Risiko, dass sich Ihre Herzerkrankung verschlimmert.

Es gibt Veröffentlichungen, die die Einnahme von ACE-Hemmern (wie z.B. Ramipril)
und AT1-Blockern (wie z.B. Valsartan), die häufig zur Behandlung des Bluthochdrucks eingesetzt werden, verantwortlich für ein erhöhtes Infektionsrisiko und schwerere Verläufe der COVID-19 machen. Es ist wichtig zu betonen, dass dies eine Theorie ist für die keine wissenschaftlichen Belege existieren. Daher wird empfohlen, die Medikation unverändert fortzuführen. 

Patienten unter Immunsuppressiva sollten diese Medikamente weiterhin in unveränderter Dosierung einnehmen. Eine Dosisreduktion birgt die Gefahr einer Transplantatabstossung in sich.

Bitte nehmen Sie alle Ihre Medikamente wie verordnet. Im Zweifel sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Falls sie im Krankenhaus behandelt werden, sollten Patienten mit einem Long-QT- Syndrom den behandelnden Arzt über ihre Herzerkrankung informieren. Das Long- QT-Syndrom ist eine erbliche Erkrankung mit verzögertem Ablauf der elektrischen Herzaktionen (Verlängerung der QT-Zeit), die bei den Betroffenen ein erhöhtes Risiko, Herzrhythmusstörungen zu entwickeln, bewirkt. Manche der zur Behandlung von COVID-19 in Studien eingesetzten Wirkstoffe verlängern die QT-Zeit und können so, insbesondere bei einem Long-QT-Syndrom, zu Herzrhythmusstörungen führen. Diese experimentellen Wirkstoffe sind (Hydroxy-)Chloroquin, Anti-Malaria- Mittel und anti-virale Wirkstoffe.

Zudem gibt es Herzmedikamente z.B. zur Behandlung von Vorhofflimmern oder Depressionen, welche die QT-Zeit verlängern. Daher ist es wichtig, den behandelnden Arzt auch darüber zu informieren.

Nein, es besteht kein Grund zur Sorge. Es wird alles dafür getan, die Versorgung mit Medikamenten aufrechtzuerhalten. Das EMA (European Medicines Agency) überwacht die Situation stetig – bislang ist keine Knappheit essenzieller Medikamente gemeldet worden.

Bislang sehen wir, dass ein hohes Alter und Begleiterkrankungen – unter anderem Herzerkrankungen – Risikofaktoren für einen Tod durch COVID-19 sind. Es ist dennoch zu betonen, dass die meisten Patienten, auch mit Herzerkrankungen, milde Verläufe der Infektion zeigten und sich von COVID-19 vollständig erholen konnten.

Vertrauen Sie zunächst auf Ihren gesunden Menschenverstand: Wenn Sie den Eindruck haben, dass sie infiziert sind, fragen Sie sich selbst, ob Sie die Symptome zuhause in den Griff bekommen können. Fieber beispielsweise kann mit Paracetamol behandelt werden.

Wichtig ist: Falls Sie sich unwohl damit fühlen – und insbesondere, wenn Sie Atemnot entwickeln – suchen Sie sich medizinische Hilfe!

Beachten Sie außerdem: Auch während der COVID-19-Pandemie ist es wichtig, auf Symptome von Herzerkrankungen zu achten.
Wählen Sie umgehend den Notruf unter der 112, wenn Sie eines der folgenden Symptome verspüren:

  • Plötzliche Brustschmerzen in Ruhephasen
  • Verschlimmernde Brustschmerzen bei Belastung
  • Atemnot
  • Schweres Herzstolpern und –rasen
  • Plötzlicher Bewusstseinsverlust

Das notärztliche Team wird Ihre Situation beurteilen und kann so über die weiteren Schritte, wie z.B. Transport in ein Krankenhaus, entscheiden.

Emotionales Gleichgewicht

Dies ist eine angstauslösende Zeit für uns alle und wir bieten Tipps an, wie Sie mit den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Pandemie, die uns alle unvorbereitet getroffen hat, umgehen können.

  • Ernähren Sie sich gut, regelmäßig und gesund. Ihr Körper will gestärkt werden, aber eine ausreichende Vitamin- und Mineralzufuhr fördert auch Ihre emotionale Widerstandskraft. Vollkorngerichte, Früchte und Gemüse werden Ihrer Resilienz gut tun und Ihre Ängstlichkeit mindern. Wir wissen, Kuchen, Kekse und Schokolade sind lecker, aber die zusätzliche Zuckerzufuhr ist nicht gut für das Angstniveau. Ein wenig hier und da ist gut, aber zu viel davon kann in emotionales Unwohlsein umschlagen. Das Gleiche gilt für Alkohol – wenn, dann nur in kleinen Mengen.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser. Auch eine gute Tasse Tee oder Kaffee an einem ruhigen Platz kann helfen, angstvolle Gedanken zu besänftigen.
  • Sport. Auch wenn wir Distanz halten sollen, heißt es nicht, dass wir auf sportliche Aktivitäten an frischer Luft verzichten sollten. Zudem ist es gut für das emotionale Gleichgewicht, sich im Sonnenschein und im Hellen aufzuhalten. Wenn Sie einen Garten haben, nutzen Sie diesen. Machen Sie moderaten Ausdauersport (auch gerne intensivere Belastungen, wenn Ihre allgemeine Verfassung und Ihre Erkrankung das zulassen). Wenn Sie keinen Garten haben, schauen Sie nach einer Route in der Nähe ihrer Wohnung, die Sie regelmäßig gehen, laufen oder mit dem Rad absolvieren können. Nach Möglichkeit täglich.
  • Nutzen Sie virtuelle Kontaktmöglichkeiten mit Videofunktion, um in Austausch mit Ihren Freunden und Ihrer Familie zu bleiben. Nach Möglichkeit täglich. An andere zu denken, Ihnen zuzuhören und Unterstützung anzubieten hilft Ihnen selbst, Ihr emotionales Gleichgewicht zu stabilisieren.
  • Beschäftigen Sie sich im Haushalt. Machen Sie eine Liste, was zu erledigen ist. Aufräumarbeiten, Sortierungen, Umgestaltungen, Gartenarbeit geben eine Struktur, die wohltuend und stabilisierend wirken kann. Etwas zu schaffen, ein Ziel zu erreichen, gibt Selbstbewusstsein.
  • Erholsame Tätigkeiten. Hören Sie Musik, lesen Sie, malen, zeichnen Sie, werden Sie kreativ. Alles, was Sie auf etwas Positives hinlenkt und ihre Konzentration auf angenehme Weise fordert, ist gut gegen Ängstlichkeit und Sorgen.
     

Tags / Themen

Das könnte Sie auch interessieren

Ein leckerer Kaffee am Morgen ist doch durch nichts zu ersetzen. Doch wie gut ist Kaffee für das Herz?
Ob als Vegetarier, Veganer oder Flexitarier – die fleischarme Ernährung liegt aktuell voll im Trend.
Was haben ein öffentlicher Auftritt, ein plötzlicher Todesfall in der Familie und eine Narkoseeinleitung gemeinsam?
Alle Beiträge geladen
No more articles to load